Liedertexte & Meditation

"Ich bin der Hauch in dir,

Der allezeit die Flamme

Deiner Sehnsucht schürt.

Ich bin das Wort in dir,

Die Stimme, die du hörst,

Wenn dich dein Herz berührt.

Ich bin der Teil von dir,

Der allezeit nach Feiheit

Und Entfaltung drängt.

Ich bin das Licht in dir,

Wenn du mir dein Vertrauen

Wirklich schenkst."

 

Refrain aus "Das Licht in dir", CD "Bis du mich hörst"

Sein

 

 

"Manchmal stellen wir uns diese Frage:

Warum leben wir oft Untertage?

So unbewusst, fern vom Sonnenlicht;

Die meisten von uns wissen nicht,

Dass sie die Sonne nur vergessen haben,

Die immer scheint, sogar an grauen Tagen

Und unser Herz wärmt und nichts vermisst,

Weil sie das Leben selber ist.

 

Darum sind wir hier, danach suchen wir;

Ein kleines Kind lebt, was wir sind,

Nur wir nicht mehr!

Darum sind wir hier, danach streben wir;

Doch nur im Sein liegt die Erfüllung

Und unser Lebenselixier.

 

Die meisten wollen niemals älter werden,

Nicht länger krank sein und am Ende sterben;

Dennoch leben sie in Siechtum und Zwist,

Bis die Uhr abgelaufen ist.

Ein Kind erlebt die einzig wahre Freude,

Das kleine Herz pulsiert vor Glück im Leibe,

Ganz natürlich im Spiel des lebendigen Seins;

Nur Jetzt! Ein Ziel? - Da gibt es keins.

 

Im Hier und Jetzt erscheint das Licht auf Erden,

Ist Gottes Sein alles, was ist, und werden

Die Menschen fortan den Frieden bringen,

Einander lieben, nicht bezwingen.

Wir alle können uns im Herzen finden,

Mit Achtsamkeit das Leiden überwinden;

Denn unter der harten Schale liegt der Kern;

Die Liebe selbst, ein heller Stern."

"Sein" aus gleichnamiger CD

 

"Ich spreche jetzt so lang zu dir, bis du mich endlich hörst,

Und siehst, das alles, was du fühlst, allein zu dir gehört!

Verlasse mich, und du verlässt den Urgrund allen Seins,

Und irrst herum in Raum und Zeit und fühlst dich so allein.

Drum spreche ich so lang zu dir, bis du mich in dir spürst,

Und mich nicht mehr so unbedacht an andere verlierst!

Verlasse mich, und du verlässt die Seele und dein Glück,

Und findest nur durch Dunkelheit zu mir ins Licht zurück.

 

Ich bin doch hier,

In dir -

Das, was du fühlst,

Bin ich!

Drum verlier nicht

Dein Herz.

 

Die Sehnsucht nach der Liebe ist die Sehnsucht nach dir selbst.

Ich bin es, was du wirklich suchst, und das, was du erhältst,

Ist eine Liebe größer noch als alles, was du kennst,

Und die für alle Zeit ganz tief in deinem Herzen brennt.

Ich bin in deinem Herzen und im Herzen bin ich du!

Wir zwei sind eins und alles, was ich ständig für uns tu,

Ich spreche jetzt so lang zu dir, bis du mich endlich hörst,

Und siehst, das alles, was du fühlst, allein zu dir gehört."

"Bis du mich hörst" aus gleichnamiger CD

Gegenwärtig

 

"Jetzt sind wir angekommen, jetzt sind wir endlich da!

Das Gestern ist längst verronnen; und das, was es schon immer war.

Das Morgen liegt in weiter Ferne, ein Luftschloss im Nebel versteckt;

Und irgendwo zwischen den Sternen...; die Wahrheit hat mich aufgeweckt:

 

Jetzt ist unser Leben!

Der Augenblick gewährt uns das Glück;

Nur Jetzt können wir leben,

Fühlen wir uns, die Freude des Seins,

Verbunden und eins.

 

Ich leb wie die Vögel des Himmels, und die Lilien auf dem Feld;

Bewusstheit, mein Saatgut der Liebe, hat den Acker der Seele bestellt.

Im Einklang mit allen Gefühlen, mein Denken verdirbt mich nicht.

Der Samen geht auf um zu blühen im warmen Sonnenlicht.

 

Im Herzen geborgen und glücklich, und von der Natur berührt;

Ich spüre den Atem des Lebens, der mich tief in die Gegenwart führt.

Ergriffen, ganz frei und unendlich, getragen von göttlicher Hand;

Aus tiefstem Meer, unergründlich, entdeck ich das neue Land."

"Gegenwärtig" aus gleichnamiger CD

Atmen und lächeln

"Ich atme aus und atme ein,

Empfinde Glück ganz bei mir zu sein,

Jeden Atemzug lang.

Ein leichtes Lächeln im Gesicht,

Ich gehe mit dem Abendlicht

Und von Ferne ertönt Gesang.

 

 

Tief in mir erwacht der Friede, Abendrot,

Denn ich weiß, das Leben trägt mich in der Not.

Achtsam folgt auf meinem Wege,

Schritt für Schritt,

Der Atem mit.

 

 

 

Ich atme aus und atme ein,

Ganz tief in den Bauch hinein;

Spüre Verbundenheit.

Umarme sanft das Kind in mir,

Das ich niemals mehr verlier

Im Kreis der Ewigkeit.

"Atmen und lächeln" aus CD "Sein"

Liebe

 

 

 

 

"Im Garten vor mir steht ein kleines Wunder der Natur,

So strahlend schön, so lieblich und vollkommen;

Ihr Duft verströmt sich zärtlich

Und weckt Lebenslust, doch nur

Im Augenblick, - schon bald ist er zerronnen!

 

Zerronnen mit der Zeit, die auch den Frühling altern lässt,

Und alles zeichnet, was da liebt und leidet.

Die Rose ist der Augenblick, sie hält nicht an ihm fest;

Nur ich bin es, der sie um ihre Anmut fast beneidet.

 

Die Rose ist die Liebe, doch sie weiß selbst nicht warum?!

In ihrer Schönheit öffnet sich die Blüte.

Die Sonne färbt sie rot und ihre Stille macht mich stumm;

Mit Demut entfaltet sich Gottes Güte.

 

Im Garten steht ein Wunder, und ich erkenne überdies

Die Liebe, die da blüht auch in uns allen;

Den Augenblick, die Kraft, die darin stets verborgen liegt,

Und tief berührt lass ich das Rosenmesser fallen."

"Die Rose" aus CD "Sein"

Zen

 

 

"Wir müssen dem

Buddha und Jesus die Gelegenheit geben, sich in jedem Augenblick in uns zu treffen. Denn wir alle haben es nötig, in unserem täglichen Leben den Geist des Buddha und den Geist Jesu zu berühren; sie müssen in uns manifest werden."

("Dialog der Liebe",Thich Nhat Hanh)

 

 

"Die Entsprechung von Gott im Buddhismus ist Geist, insbesondere der kollektive Geist. Geist ist die Grundlage aller Dinge. Wenn Ihr Geist sich mit dem kollektiven Geist verbindet, dann ist alles möglich. Wenn unsere christlichen Freunde erkennen, dass Gott der Geist ist - der kollektive Geist, aus dem alles sich manifestiert -, dann wird die Entfernung, die Christen und Buddhisten trennt, nicht sehr groß sein. Es hängt davon ab, wie wir Gott verstehen. Wenn wir Gott als den Grund alles Seins betrachten, aus dem alles sich manifestiert, dann ist unser Verständnis nicht von der buddhistischen Sicht des Geistes verschieden; denn in der buddhistischen Lehre ist Geist der Künstler, der alles entwirft, besonders der kollektive Geist."

("Tief aus dem Herzen",Thich Nhat Hanh)

"In Zeiten großer Sehnsucht, möchte das Leben uns berührn;

Suchen die Menschen nach sich selbst, denn das, was sie verliern,

Ist mehr als wir erträumen; ist jenes Eine, das man schlicht

Und einfach nur erfahren kann: Reines Bewusstsein, Innenlicht.

 

Ein Weg, der in die Freiheit führt,

Geht über mich hinaus.

Die Einsicht in die Wirklichkeit,

Entzieht mir die Persönlichkeit.

Ein Weg, der in die Freiheit führt -

Der stille Geist des Zen;

Die Leerheit als Erfüllung sehn,

Ist, was das Herz erkennt.

 

 

Wo Mitgefühl und Güte, nicht länger fromme Wünsche sind;

Gelebt in tiefer Achtsamkeit, und alles Leid ein Ende nimmt.

In Zeiten großer Sehnsucht, hält Buddha diesen Augenblick

Die zarte Blume in der Hand; das Leben selbst, das wahre Glück!"

"Zen" aus CD "Sein"

 

Stille

 

 

 

"Die Sonne erwacht in mir

Zu einem Ort, wo Gottes Wort

Die Gedanken jetzt verweht,

Der Friede lebt und mich erhebt

In die Ewigkeit."

Refrain aus "Freude am Sein", CD "Gegenwärtig"

 

 

 

 

 

"Diese Worte, aus der Stille des Seins,

Unglaublich tief und wahr dringen sie ein

In Mark und Bein,

Diese Worte, diese Worte.

Die Stille, spricht durch diesen Mann,

Nimmt mich mit auf die Reise,

Wie es sonst niemand kann;

Diese Stille, diese Stille,

Auf der Reise.

Stille Reise, ins Licht der Gegenwart,

Nur gehen, um zu gehen,

Achtsam auf dem schmalen Pfad,

Stille Reise, stille Reise.

Der Weise, schaut mit neutralem Blick,

Beobachtet, was hier geschieht

Und sieht darin das Glück,

So weise, ganz leise,

Auf der Reise.

 

 

Möchtest du mit mir die Sterne ansehn,

Und die vielen bunten Blumen,

Die am Wegrand stehn;

Die Verbundenheit erkennen

Und Lebendigkeit spürn;

Mit der Liebe deines Herzens

Jeden Baum berührn?

Erfahren, was es heißt,

Im Frieden zu sein;

Die Gedanken zu verlieren,

Die dich kurz und klein

Gehalten haben,

In dem dunklen Kerkerverließ;

Eine Zukunft malten,

Die nie wirklich Gutes verhieß?

 

Geh mit mir, ganz leise,

Auf die Reise."

"Stille Reise" aus CD "Sein"

 

Hingabe

"So steh ich jetzt am Ende, am Ende meiner Zeit;

Und lege voller Demut mein Herz der Seligkeit,

Getrost in Gottes Hände und mir wird offenbar,

Ein neuer Stern des Friedens, so hell und wunderbar.

 

Geb auf meinen Willen,

Geb auf meine Macht;

Nur Gott kann mich stillen,

Mit all seiner Pracht!

Geb auf meinen Willen,

Geb auf meine Macht;

Nur Gott kann mich stillen

Und erleuchtet die Nacht.

 

 

Im Kreise dieser Liebe und Gegenwärtigkeit,

Betrete ich die Weite, den Raum, der mich befreit

Vom Trugbild aller Formen und Grenzen, Stein für Stein;

Gelöst vom Staub der Erde, durch Hingabe ans Sein."

"Hingabe" aus CD "Gegenwärtig"