Liedertexte & Zen

Zen

"In Zeiten großer Sehnsucht
Möchte das Leben uns berührn;
Suchen die Menschen nach sich selbst,
Denn das, was sie verliern,
Ist mehr, als wir erträumen;
Ist jenes Eine, das man schlicht
Und einfach nur erfahren kann:
Reines Bewusstsein, Innenlicht!

 

 

Ein Weg, der in die Freiheit führt,
Geht über mich hinaus.
Die Einsicht in die Wirklichkeit
Entzieht mir die Persönlichkeit.

 

Ein Weg, der in die Freiheit führt:
Der stille Geist des Zen;
Die Leerheit als Erfüllung sehn,
Ist, was das Herz erkennt.

Wo Mitgefühl und Güte
Nicht länger fromme Wünsche sind;
Gelebt in tiefer Achtsamkeit
Und alles Leid ein Ende nimmt.
In Zeiten großer Sehnsucht
Hält Buddha diesen Augenblick,
Die zarte Blume, in der Hand;
Das Leben selbst, das wahre Glück."

"Zen" aus CD "Sein"

 

Zen-Meditation

 

 

...ist achtsames und stilles Gewahrsein und ein liebevoller Ausdruck lebendiger Präsenz.

 

Leben im Hier und Jetzt ist die erwartungslose Ausrichtung auf das, was in diesem Moment gegeben ist.

 

In der stillen Betrachtung und tiefen Versenkung, wie sie im Zazen (japan. Sitzmeditation) und der christlichen Kontemplation praktiziert werden, offenbart sich Gott; es erlischt die Person, das "Ich", und hebt sich ein Schleier der Täuschung und Trennung, und gibt den Blick frei auf die Ein-Sicht des Göttlichen Bewusstseins. Es existiert nur das Eine, das Alles ist: Himmel und Erde, Formheit und Leere.

 

Das gegenwärtige Leben, verwoben mit den vielseitigen Erscheinungsformen darin, welche sich permanent wandeln und in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander stehen, wird als unsere wahre, selbstlose Natur erkannt und gewürdigt. Der erwachte, heilige Geist, der jedem Menschen inne wohnt, betrachtet sämtliche Erscheinungsformen voller Mitgefühl und Güte; er begrüßt jeden Moment im Alltag und sieht ihn als vollkommen, frisch und neu an.

 

Atmen und lächeln

 

 

 

 

 

"Ich atme aus und atme ein,

Empfinde Glück ganz bei mir zu sein,

Jeden Atemzug lang.

Ein leichtes Lächeln im Gesicht,

Ich gehe mit dem Abendlicht

Und von Ferne ertönt Gesang.

 

Tief in mir erwacht der Friede, Abendrot;

Denn ich weiß, das Leben trägt mich in der Not!

Achtsam folgt auf meinem Wege,

Schritt für Schritt,

Der Atem mit.

Ich atme aus und atme ein,

Ganz tief in den Bauch hinein,

Spüre Verbundenheit.

Umarme sanft das Kind in mir,

Das ich niemals mehr verlier

Im Kreis der Ewigkeit."

"Atmen und lächeln" aus CD "Sein"

 

 

 

 

Achtsamkeit

 

Es ist die Energie der Achtsamkeit, die eine unmittelbare Brücke bildet zur Glückseligkeit, dem Leben in Gott. Im Dunkel der Unbewusstheit, zündet Achtsamkeit augenblicklich das Licht der Bewusstheit an und erleuchtet den stillen Raum des JETZT.

 

Wo Licht und Liebe sind, lösen sich Dunkelheit und Angst umgehend in Nichts auf und beenden die Illusion der Getrenntheit. Zen lehrt uns, in beständiger Achtsamkeit zu verweilen, bei allem, was wir denken, sagen und tun. Wir sind uns dem, was innen und außen geschieht, vollkommen bewusst. Dabei nehmen wir stets eine Haltung der Hingabe an das Leben im gegenwärtigen Augenblick ein.

 

Mit "Innerem Christus" und "Buddha-Natur" bezeichnen wir diesen licht- und liebevollen Zustand im Alltag, der für jedermann - gleich welcher religiösen Tradition! - durch gewisse Öffnung und Einübung in Achtsamkeit zugänglich ist.

 

Nur im gegenwärtigen Moment können wir leben und aus der Fülle des göttlichen Seins schöpfen; nur in diesem Bewusstsein ist es möglich, unsere wahren körperlichen und seelischen Bedürfnisse zu erkennen und achtsam, auf natürliche und gesunde Weise, zu stillen; Körper, Geist und Seele sind wieder harmonisch verbunden, wir fühlen uns ganz präsent und eins mit allem, was ist.

 

Sein

 

 

"Manchmal stellen wir uns diese Frage:

Warum leben wir oft Untertage?

So unbewusst, fern vom Sonnenlicht;

Die meisten von uns wissen nicht,

Dass sie die Sonne nur vergessen haben,

Die immer scheint, sogar an grauen Tagen

Und unser Herz wärmt und nichts vermisst,

Weil sie das Leben selber ist.

 

Darum sind wir hier, danach suchen wir;

Ein kleines Kind lebt, was wir sind,

Nur wir nicht mehr!

Darum sind wir hier, danach streben wir;

Doch nur im Sein liegt die Erfüllung

Und unser Lebenselixier.

 

Die meisten wollen niemals älter werden,

Nicht länger krank sein und am Ende sterben;

Dennoch leben sie in Siechtum und Zwist,

Bis die Uhr abgelaufen ist.

Ein Kind erlebt die einzig wahre Freude,

Das kleine Herz pulsiert vor Glück im Leibe,

Ganz natürlich im Spiel des lebendigen Seins;

Nur Jetzt! Ein Ziel? - Da gibt es keins.

 

Im Hier und Jetzt erscheint das Licht auf Erden,

Ist Gottes Sein alles, was ist, und werden

Die Menschen fortan den Frieden bringen,

Einander lieben, nicht bezwingen.

Wir alle können uns im Herzen finden,

Mit Achtsamkeit das Leiden überwinden;

Denn unter der harten Schale liegt der Kern;

Die Liebe selbst, ein heller Stern."

"Sein" aus gleichnamiger CD

 

 

 

 

 

 

"Die größte

Offenbarung

ist die Stille"

 

 Laotse

 

 

 

 

Stille

 

 

"Diese Worte, aus der Stille des Seins,

Unglaublich tief und wahr dringen sie ein

In Mark und Bein,

Diese Worte, diese Worte.

Die Stille, spricht durch diesen Mann,

Nimmt mich mit auf die Reise,

Wie es sonst niemand kann;

Diese Stille, diese Stille,

Auf der Reise.

Stille Reise, ins Licht der Gegenwart,

Nur gehen, um zu gehen,

Achtsam auf dem schmalen Pfad,

Stille Reise, stille Reise.

Der Weise, schaut mit neutralem Blick,

Beobachtet, was hier geschieht

Und sieht darin das Glück,

So weise, ganz leise,

Auf der Reise.

 

 

Möchtest du mit mir die Sterne ansehn,

Und die vielen bunten Blumen,

Die am Wegrand stehn;

Die Verbundenheit erkennen

Und Lebendigkeit spürn;

Mit der Liebe deines Herzens

Jeden Baum berührn?

Erfahren, was es heißt,

Im Frieden zu sein;

Die Gedanken zu verlieren,

Die dich kurz und klein

Gehalten haben,

In dem dunklen Kerkerverließ;

Eine Zukunft malten,

Die nie wirklich Gutes verhieß?

 

Geh mit mir, ganz leise,

Auf die Reise."

"Stille Reise" aus CD "Sein"

 

Liebe

 

 

 

 

"Im Garten vor mir steht ein kleines Wunder der Natur,

So strahlend schön, so lieblich und vollkommen;

Ihr Duft verströmt sich zärtlich

Und weckt Lebenslust, doch nur

Im Augenblick, - schon bald ist er zerronnen!

 

Zerronnen mit der Zeit, die auch den Frühling altern lässt,

Und alles zeichnet, was da liebt und leidet.

Die Rose ist der Augenblick, sie hält nicht an ihm fest;

Nur ich bin es, der sie um ihre Anmut fast beneidet.

 

Die Rose ist die Liebe, doch sie weiß selbst nicht warum?!

In ihrer Schönheit öffnet sich die Blüte.

Die Sonne färbt sie rot und ihre Stille macht mich stumm;

Mit Demut entfaltet sich Gottes Güte.

 

Im Garten steht ein Wunder, und ich erkenne überdies

Die Liebe, die da blüht auch in uns allen;

Den Augenblick, die Kraft, die darin stets verborgen liegt,

Und tief berührt lass ich das Rosenmesser fallen."

"Die Rose" aus CD "Sein"